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Messerbauanleitung


Bauanleitung (Tutorial) Damasteel Jagdnicker

 

Als Ausgangsbasis dient eine gesenkgeschmiedete Damasteelklinge (Nickerform)
Klingenlänge ca. 14cm ohne Knebel, mit Knebel ca. 15,5cm Dicke am Knebel ca. 2,2mm zur Spitze verjüngend.
Griffmaterial: Renthierhorn Abschlussplatte Damasteel Schmiedeabschnitt

 

 

 

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Als erstes wird der Erl der Klinge ausgemessen (Abb. 1), danach werden die Maße des Erls ( Dicke und ?Höhe? ) auf das Rentierhorn übertragen. (Abb. 2)
Hierbei ist darauf zu achten, dass die Lage der Bohrung so gewählt wird, dass der Griff wenn er später am Messer verbaut wurde eine möglichst harmonische Linienführung ergibt.
Meistens muss die Bohrung leicht über der Mitte des Materials (auf der Stirnseite betrachtet) angezeichnet werden.
Danach wird die angezeichnete Bohrung mit einem passenden Bohrer (hier ca. 6mm ) vorgebohrt.
Beim Bohren auf die Tiefe achten, und etwas tiefer bohren als der Erl lang ist. 

 

 

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 Nun wird das vorgebohrte Stück Rentierhorn in einen Schraubstock eingespannt und die Erlbohrung wird mittels Feilen soweit aufgefeilt, (Abb.1) dass sich die Klinge mit möglichst wenig Spiel einschieben lässt.
Zwischendurch immer wieder die Passgenauigkeit prüfen
(Abb. 2 + 3)
Optimal passt der Erl wenn er sich mit ganz wenig Spiel in die aufgearbeitete Bohrung einstecken lässt und kein Spalt zwischen Klinge und Griffmaterial sichtbar ist (Abb. 4)
Dabei sollte man immer wieder auch das ?Fluchten ? der Klinge mit dem Griff überprüfen.
Klinge und Griff müssen später eine Linie bilden.

 

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Als nächstes wird die Klinge in den Griff eingesteckt und im Schraubstock eingespannt.
Nun wird der Umriss des Knebels nachgezeichnet (Abb. 1 )
Danach wird die Klinge entfernt und der Umriss quasi ?ausgemalt? (Abb. 2)
Anschließend wir die Klinge wider eingesteckt und die Kontur des Knebels mittels Reisnadel ins Rentierhorn eingeritzt,(Abb. 3) bis es so aussieht wie unter (Abb. 4)
Das hat den Zweck, daß die Kontur des Knebels beim nachfolgenden Schleifen immer gut erkennbar bleibt.

 

 

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Schleifen des Griffes:
Als erstes wird die spätere Griffform aufgezeichnet als Anhaltspunkt für das nachfolgende Schleifen (Abb. 1)
Jetzt wird der Griff mit dem Bandschleifer, wenn nicht verfügbar alternativ mit Raspel und Feile grob in Form geschliffen (Abb. 2 + 3 ) .
Am Ende dieses Arbeitsganges sollte der Griff so aussehen wie unter (Abb. 4)

 

 

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Nach dem Groben Formschleifen folgt das Feinschleifen mit Schmirgelpapier und Schmirgelleinen in immer feineren Körnungen (Abb. 1 + 2 ).
Eventuell auftauchende grobe Unebenheiten oder Riefen können auch jetzt noch mit z.b. einer Feile geglättet werden ( Abb. 3)
Zum Schluss muss das Messer aussehen wie unter (Abb. 4)
Achtung die Klinge ist nur in den Griff eingesteckt und noch nicht verklebt.

 

 

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Anzeichnen und Anpassen der Damasteel Abschlussplatte:
Zum jetzigen Stand sieht das Messer bereits aus wie auf (Abb. 5)
Klinge und Griff ergeben bereits ein Bild vom zukünftigen Messer.
Die Bearbeitung der Abschlussplatte (dem Damasteelnugget) fehlt jedoch noch und folgt nun.
Begonnen wird mit dem Anzeichnen der Form auf dem Ende des Griffes und dem Damasteelnugget (Abb. 1)
Jetzt wird das Damasteel Stück grob in Form gebracht (Abb. 2)
Am einfachsten geht das mit einem Bandschleifer, aber auch andere Werkzeuge wie Schleifbock, Winkelschleifer , Feilen etc. tun Ihren Dienst.
Wenn es aussieht wie auf (Abb. 3 + 4) ist das Gröbste geschafft.

 

 

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Im Anschluss wird die Aufgezeichnete Kontur auf dem Ende des Griffes ausgefräst (Abb. 1)
An das Damasteel Abschlussstück wird ein Stahlstift für eine bessere Verbindung mit dem Griff angeschweißt ( Abb. 2)
Dazu wird im Griffende noch eine Bohrung gesetzt, die den Stift aufnimmt (Abb. 3)
Gegebenenfalls müssen Bohrung und Stift, sowie Abschlussplatte und Ausfräsung im Griff in Feinarbeit aneinander angepasst werden.
Wenn alles passt sieht es so aus wie unter (Abb. 4 ) Wenn dann der Abschluss noch poliert wurde sieht es aus wie unter (Abb. 5)

 

 

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Jetzt ist das Messer so weit gediehen, dass alle Teile miteinander verklebt werden können.
Dazu wird als erstes eine Portion Kleber ( 2-Komponenten Epoxidharz ) angemischt. (Abb. 1)
Das angemischte Harz wird vorsichtig in die Erlbohrung eingefüllt. (Abb. 2)
Nun wird die Klinge vorsichtig eingeschoben (Abb.3 )
Wenn die Klinge ganz eingeschoben ist sollte ein wenig überschüssiger Kleber austreten (Abb. 4), damit kann man sicher sein den Erl ganz aufgefüllt zu haben.
Der überschüssige Kleber muss mit einem sauberen Tuch entfernt werden.

 

 

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Nachdem der Kleber getrocknet ist, wird die Abschlussplatte verklebt.
Dabei wird vorgegangen wie beim verkleben der Klinge.
Angemischten Kleber in die Ausfräsung einfüllen (Abb. 1)
Abschlussplatte in die Ausfräsung einstecken (Abb. 2)
Überquellenden Kleber (Abb. 3) vorsichtig entfernen.

 

 

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Nachdem der Kleber gut getrocknet ist wird das nun fertig verklebte Messer gründlich von Kleberrückständen gereinigt und gefinisht.
Dazu eignet sich für den Griff sehr gut feine Stahlwolle.
Die Klinge kann mit einem Öl oder Edelstahlpflegemittel behandelt werden.
Die Abschlussplatte ist sauber und aufpoliert (Abb. 1 + 2)
Das Messer sieht nun aus wie unter (Abb. 3 + 4) und ist im Prinzip fertig.

 

 

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Der Messergriff kann aber auch entsprechend behandelt werden um dem Messer eine andere Optik zu geben

 

 

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Mittel verschiedener Beiz, - und Färbedurchgänge und anschließendem Ölen kann dem Rentierhorn die Optik eines ?fossilen? Knochens gegeben werden.

 

 

Die fertigen Klingen in verschiedensten Ausführungen gibt es in meinem Webshop:
www.Messermacherbedarf.de

Viel Spaß beim Ausprobieren


Text und Bilder Peter Abel Fa. Lindenschmiede 23.03 2009.


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